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Thermografie in der Baudiagnostik

Wärmetechnische Auffälligkeiten können vom menschliche Auge nicht wahrgeommen werden, da die Wärmestrahlung für das Auge nicht sichtbar ist. Thermische Unregelmäßigkeiten können auf Wärmebrücken, Leckagen in der Luftdichtigkeitsschicht (Luftströmungen) und nicht zuletzt durch einen erhöhten Feuchtegehalt im Wandbildner zurückzuführen sein.

Die Folgen dieser visuell nicht immer erkennbaren Baumängel sind:

  • Schimmelpilzbildung / Schimmelpilzbefall
  • Beeinträchtigung der Behaglichkeit
  • erhöhter Transmissionswärmeverlust (hohe Heizkosten)

Um die genannten thermischen Auffälligkeiten zu visualisieren wird die Infrarot-Thermografie eingesetzt. Mit Hilfe dieser bauwerksdiagnostischen Untersuchungsmethode können die Oberflächentemperaturen über die Intensität der jeweiligen Eigenstrahlung ermittelt werden.




Die Gebäude-Thermografie bietet dem Sachverständigen und Energieberater eine gute Grundlage zur Bewertung von wärmetauschenden Bauteilen (thermische Hülle eines Gebäudes).

Die Wärmebildkamera wird aber auch außerhalb der Gebäudethermografie bei der Tierthermografie (Visualisierung von Krankheiten), von der Feuerwehr (Lokalisierung von Brandherden) und Polizei (Personensuche) erfolgreich eingesetzt.


Vorraussetzungen:


Wesentliche Voraussetzungen sind:

  • Temperaturdifferenz zwischen innen und außen von mindestens 15 K (z.B. Θ i = 20 °C und Θ e = 5 ° C)
  • Die Temperaturen (innen und außen) dürfen in den letzten 12 Stunden vor dem Messzeitpunkt keine größeren Schwankungen aufweisen, um quasistationäre Bedingungen zu erhalten
  • bei hinterlüfteten Fassadenbekleidungen keine Außenaufnahmen
  • bei Innenbekleidungen keine aussagekräftigenm Innenaufnahmen möglich
  • Einsatz von für die Baudiagnostik geeigneten Infrarotsystemen mit hoher thermischer Auflösung (NETD > 0,08 K), einer Detektorauflösung von 384 x 288 Pixel und einer hohen geometrischen Auflösung von mindestens 1,1 mrad; für Innenanwendungen möglichst mit Weitwinkelobjektiv
  • Referenzmessung mit Oberflächenfühler und Kalibrierung der Kamera vor Ort
  • fachgerechte Auswertung der angefertigten Bilder unter Berücksichtigung der herrschenden Randbedingungen
Derzeit beträgt die aktuelle Außentemperatur:
 
Eine reine Dokumentation mit aneinandergereihten "bunten Bildern" und kurz gehaltenen Bildunterschriften ohne umfassende technische Auswertung eines Sachverständigen besitzt keine Aussagekraft. Daraus lässt sich z.B. nicht ableiten, ob ein technischer Mangel vorliegt und ob ggf. weiterer Handlungsbedarf besteht. Ebenso sind Wärmebildkameras in der unteren Preisklasse kaum für die Gebäudethermografie einsetzbar.

Eine Absoluttemperaturbestimmung ist  auf Grund der Einflussfaktoren (Einfluss der Umgebungsstrahlung und Emissionsgrad der Oberflächen) nicht in jedem Fall möglich. Vielmehr sind die festgestellten Temperaturdifferenzen zwischen kalten und warmen Bereichen durch einen Sachkundigen zu bewerten. Nicht jede Wärmebrücke stellt einen Baumangel dar, auch wenn das für den Laien bei subjektiver Betrachtung eines Thermogramms so vorkommen mag. Daher ist eine umfassende Auswertung der Thermogramme ggf. unter Einbeziehung anderer Untersuchungsmethoden und Berechnungen unverzichtbar. Durch eine Referenzmessung mit einem Oberflächenthermometer muss die Wärmebildkamera vor Ort kalibriert werden, um zuverlässige Temperaturmessungen zu ermöglichen.





Eine Infrarotaufnahme in verschiedenen Farbpaletten  (Pkw oben) und ein weiters Thermogramm in verschiedenen Temperaturspreizungen (Dachgaube unten) dargestellt könnte ohne fachliche Auswertung von einem Laien subjektiv völlig verschieden interpretiert werden obwohl es sich um die gleichen Temperaturen handelt.

Möglichkeiten:

  
  
  • Visualisierung von Wärmebrücken
  • Bewertung von Wärmebrücken (unvermeidbare Wärmebrücke oder Baumangel?)
  • Visualisierung von Leckagen in der Luftdichtigkeitsschicht bei gleichzeitigen Luftdichtigkeitsstest (Blower Door Test)
  • Lokalisierung von Feuchteschäden
  • Visualisierung des Holztragwerkes hinter verputzten Fachwerk-Fassaden
  • Visualisierung von Heizleitungen in Heizestrichen (Fußbodenheizungen)
  • Klärung der Ursachen von Schimmel und Feuchteflecken
 







 
Als Sachverständigenbüro bzw. Gutachter oder Baugutachter sind wir u.a. in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Altenburg, Bad Düben, Bautzen, Berlin, Bitterfeld, Böhlen, Borna, Brandis, Eilenburg, Colditz, Delitzsch, Dessau, Döbeln, Eisenach, Erfurt, Freiberg, Freital, Gera, Grimma, Gotha, Halle, Hamburg, Rochlitz, Rötha, Ruhla, Kamenz, Leuna, Machern, Markkleeberg, Merseburg, Mittweida, Mühlhausen, Naunhof, Oschatz, Riesa, Rötha, Schkeuditz, Schkopau, Schmölln, Sonneberg, Stollberg, Torgau, Waldheim, Weißenfels, Wittenberg, Wurzen, Zeitz, Zittau, Zwenkau, Zwickau aber auch in München und Frankfurt tätig. Durch die zentrale Lage im Muldental (Westsachsen) können wir in dringenden Fällen im Leipziger, Dresdner und Chemnitzer Raum besonders zeitnah vor Ort sein.

Was bedeutet "...von der Handwerkskammer zu Leipzig öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Estrichlegerhandwerk, Holz- und Bautenschutzgewerbe sowie für das Bautrocknungsgewerbe"?